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News / Aktuelles

Am 31. August 2008 um 10:42

Trägerbefassung

In der Zeit vom 14.05.08 bis zum 18.06.08 wurde eine vorgezogene Trägerbefassung durchgeführt. In diesem Zusammenhang fand am 12.06. im Rahmen einer öffentlichen Sitzung des Beirates Osterholz die erste Vorstellung der Planung für die Öffentlichkeit statt. Die Eingaben aus der Trägerbefassung wurden zwischenzeitlich ausgewertet und bearbeitet. Derzeit werden die Unterlagen zur Beantragung der Planfeststellung nach §28 PBefG vorbereitet.

Am 28. April 2008 um 10:57

Amtliche Bekanntmachung

Erörterungstermin Planfeststellungsverfahren

gemäß § 28 Abs. 1 PBefG zur Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 von der Züricher Straße bis zum Bahnhof Mahndorf (Bauabschnitte 1-3)

– Anhörungsverfahren –

 

In den Anhörungsverfahren zur Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 von der Züricher Straße bis zum Bahnhof Mahndorf für die Bauabschnitte:

 

 

BA 1: Züricher Straße bis Zwischenwendeschleife Tenever
BA 2: Zwischenwendeschleife Tenever bis Ende Hans-Bredow-Straße (Nusshorn)
BA 3: Nusshorn bis Endwendeschleife am zu verlegenden Bahnhof Mahndorf findet ein gemeinsamer Erörterungstermin statt.

 

1.     Der Erörterungstermin beginnt am 2.4.2008 um 9.30 Uhr im Ortsamt Osterholz, Osterholzer Heerstr. 100, 28325 Bremen.
 
2.     Im Termin werden die rechtzeitig erhobenen Einwendungen und Stellungnahmen erörtert. Die Teilnahme am Termin ist jedem, dessen Belange durch das Bauvorhaben berührt werden, freigestellt. Die Vertretung durch einen Bevollmächtigten ist möglich. Dieser hat seine Bevollmächtigung durch eine schriftliche Vollmacht nachzuweisen und diese zu den Akten der Anhörungsbehörde zu geben. Es wird darauf hingewiesen, dass bei Ausbleiben eines Beteiligten auch ohne ihn verhandelt werden kann, dass verspätete Einwendungen ausgeschlossen sind und dass die Anhörungsverfahren mit Schluss der Verhandlung beendet sind.
 
3.   Durch die Teilnahme am Erörterungstermin oder durch Vertreterbestellung entstehende Kosten werden nicht erstattet.
 
4.   Der Erörterungstermin ist nicht öffentlich.

 

 

Bremen, den 18.3.2008
Freie Hansestadt Bremen Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa,
Ref. 56 – Anhörungsbehörde –

Am 17. Dezember 2007 um 11:08

Erneute Auslegung von Planunterlagen

Im Planfeststellungsverfahren für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 von der Züricher Straße bis zum Bahnhof Mahndorf, 3. Bauabschnitt (BA) von Nusshorn bis Endwendeschleife am zu verlegenden Bahnhof Mahndorf haben in der Zeit vom 17.09.2007 bis 16.10.2007 die Planunterlagen zur allgemeinen Einsichtnahme ausgelegen. Die ausgelegten Planunterlagen waren unvollständig und werden deshalb erneut ausgelegt.

 

Folgende Planunterlagen sind gegenüber der ersten Auslegung ergänzt worden:

 

  • Anlage 14 – Variantenuntersuchung Lehmkuhle: Erläuterungsbericht sowie Bewertungsmatrix

 

Zudem ist im Erläuterungsbericht für das erschütterungstechnische Gutachten (Anlage 12.1) auf Seite 7, 1. Absatz, ein Mangel in der Sachdarstellung berichtigt worden.

 

Die vervollständigten und berichtigten Planunterlagen für den 3. BA liegen in der Zeit von Montag, 07. Januar 2008, bis einschließlich Mittwoch, 06. Februar 2008, bei folgenden Stellen zur allgemeinen Einsichtnahme aus:

 

  • Ortsamt Osterholz, Osterholzer Heerstr. 100, 28325 Bremen, montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. 361-3014 oder 361-3104;
  • Ortsamt Hemelingen, Rathausplatz 1, 28309 Bremen, montags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr und freitags von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr; telefonische Voranmeldung unter Tel. 361-3000 oder 361-3060 ist erwünscht;
  • Bibliothek der Bremischen Bürgerschaft, Haus der Bürgerschaft, Am Markt 20, 28195 Bremen, montags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr, freitags von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr.

 

1. Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann bis spätestens zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist, d. h. bis einschließlich Mittwoch, 20. Februar 2008, beim Ortsamt Osterholz, beim Ortsamt Hemelingen, in der Bibliothek der Bremischen Bürgerschaft, sowie beim Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Ansgaritorstraße 2, 28195 Bremen, Einwendungen schriftlich oder zur Niederschrift erheben. Die Einwendung muss den geltend gemachten Belang und das Maß seiner Beeinträchtigung erkennen lassen. Nach Ablauf dieser Frist sind Einwendungen ausgeschlossen (vgl. § 29 Abs. 4 S. 1 PBefG). Einwendungen, die bereits im Rahmen der ersten Auslegung bis zum 30. Oktober 2007 eingereicht wurden, brauchen nicht erneut erhoben werden.

 

2. Bei Einwendungen, die von mehr als 50 Personen auf Unterschriftslisten unterzeichnet oder in Form vervielfältigter gleichlautender Texte eingereicht werden (gleichförmige Eingaben) ist auf jeder mit einer Unterschrift versehenen Seite ein Unterzeichner mit Namen, Beruf und Anschrift als Vertreter der übrigen Unterzeichner zu bezeichnen. Andernfalls können diese Einwendungen unberücksichtigt bleiben.

 

3. Rechtzeitig erhobene Einwendungen werden in einem Termin erörtert, der noch durch eine gesonderte Amtliche Bekanntmachung bekannt gegeben wird. Diejenigen, die Einwendungen erhoben haben, bzw. bei gleichförmigen Eingaben deren Vertreter, werden individuell über den Termin benachrichtigt. Sind mehr als 50 Benachrichtigungen vorzunehmen, so können sie durch eine Amtliche Bekanntmachung ersetzt werden. Die Vertretung durch einen Bevollmächtigten ist möglich. Die Bevollmächtigung ist durch eine schriftliche Vollmacht nachzuweisen, die zu den Akten der Anhörungsbehörde zu geben ist. Bei Ausbleiben eines Beteiligten in dem Erörterungstermin kann auch ohne ihn verhandelt werden. Der Erörterungstermin ist nicht öffentlich. Das Anhörungsverfahren ist mit Abschluss des Erörterungstermins beendet.

 

4. Durch Einsichtnahme in die Planunterlagen, Erhebung von Einwendungen, Teilnahme am Erörterungstermin oder Vertreterbestellung entstehende Kosten werden nicht erstattet.

 

5. Entschädigungsansprüche, soweit über sie nicht in der Planfeststellung dem Grunde nach zu entscheiden ist, werden nicht in dem Erörterungstermin, sondern in einem gesonderten Entschädigungsverfahren behandelt.

 

6. Über die Einwendungen wird nach Abschluss des Anhörungsverfahrens durch die Planfest-stellungsbehörde durch Planfeststellungsbeschluss entschieden. Der Planfeststellungs-beschluss wird den Beteiligten zugestellt. Sind mehr als 50 Zustellungen vorzunehmen, können sie durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden. Der Planfeststellungs-beschluss wird außerdem mit einer Ausfertigung der festgestellten Planunterlagen nach vorheriger Amtlicher Bekanntmachung zur Einsicht ausgelegt.

 

7. Vom Beginn der Auslegung des Planes an tritt die Veränderungssperre nach § 28a Abs. 1 und 2 PBefG in Kraft. Darüber hinaus steht ab diesem Zeitpunkt dem Unternehmer ein Vorkaufsrecht an den vom Plan betroffenen Flächen zu (§ 28a Abs. 3 PBefG).

 

Bremen, den 14.12.2007

Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa

Am 07. September 2007 um 09:41

Auslegung von Planunterlagen

Die Freie Hansestadt Bremen, Bau und Vermietung von Nahverkehrsanlagen – Betrieb gewerblicher Art, beabsichtigt, die Straßenbahnlinie 1 von der Züricher Straße bis zum Bahnhof Mahndorf zu verlängern. Die Neubaustrecke soll von der gegenwärtigen Endwendeschleife an der Walliser Straße (Haltestelle Züricher Straße) über die St.-Gotthard-Straße und Otto-Brenner-Allee bis zur Osterholzer Heerstraße verlaufen. Von dort soll sie weiter über die Hans-Bredow-Straße und über eine vorhandene Freifläche bis zum Ehlersdamm führen und anschließend in Richtung Süden verschwenken. Das Linienende ist am neu zu planenden Bahnhof Mahndorf der Bahnlinie Bremen-Hannover vorgesehen. Hier soll eine Wendeschleife sowie eine P+R Anlage eingerichtet werden. Südlich der Koblenzer Straße (Tenever) ist die Herstellung eine Zwischenwendeschleife beabsichtigt.

Für das Bauvorhaben einschließlich der landschaftspflegerischen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden Grundstücke in den Gemarkungen VR 283, VR 284, VR 285 und VR 288 beansprucht.

 

Der Ausbau soll in drei separaten Bauabschnitten (BA) erfolgen:
BA 1: Züricher Straße bis Zwischenwendeschleife Tenever
BA 2: Zwischenwendeschleife Tenever bis Ende Hans-Bredow-Straße (Nusshorn)
BA 3: Nusshorn bis Endwendeschleife am zu verlegenden Bahnhof Mahndorf

 

Für das Vorhaben – einschließlich der erforderlichen lärm- und naturschutzrechtlichen Kompensationsmaßnahmen – werden entsprechend den Bauabschnitten 1 bis 3 drei eigenständige Planfeststellungsverfahren nach dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) in Verbindung mit dem Bremischen Verwaltungsverfahrensgesetz (BremVwVfG) durchgeführt.

 

Die Planunterlagen für das gesamte Vorhaben liegen in der Zeit von Montag, 17. September 2007, bis einschließlich Dienstag, 16. Oktober 2007, bei folgenden Stellen zur allgemeinen Einsichtnahme aus:

 

  • Ortsamt Osterholz, Osterholzer Heerstr. 100, 28325 Bremen, montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. 361-3014 oder 361-3104;
  • Ortsamt Hemelingen, Rathausplatz 1, 28309 Bremen, montags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr und freitags von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr; telefonische Voranmeldung unter Tel. 361-3000 oder 361- 3060 ist erwünscht;
  • Bibliothek der Bremischen Bürgerschaft, Haus der Bürgerschaft, Am Markt 20, 28195 Bremen, montags bis donnerstags von 9.00 bis 16.00 Uhr, freitags von 9.00 bis 14.00 Uhr.

 

1. Jeder, dessen Belange durch das gesamte Vorhaben oder durch einen der Bauabschnitte berührt werden, kann bis spätestens zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist, d. h. bis einschließlich Dienstag, 30. Oktober 2007, beim Ortsamt Osterholz, beim Ortsamt Hemelingen, in der Bibliothek der Bremischen Bürgerschaft, sowie beim Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Ansgaritorstraße 2, 28195 Bremen, Einwendungen schriftlich oder zur Niederschrift erheben. Die Einwendung muss den geltend gemachten Belang und das Maß seiner Beeinträchtigung erkennen lassen. Nach Ablauf dieser Frist sind Einwendungen ausgeschlossen (vgl. § 29 Abs. 4 S. 1 PBefG).

 

2. Bei Einwendungen, die von mehr als 50 Personen auf Unterschriftslisten unterzeichnet oder in Form vervielfältigter gleichlautender Texte eingereicht werden (gleichförmige Eingaben) ist auf jeder mit einer Unterschrift versehenen Seite ein Unterzeichner mit Namen, Beruf und Anschrift als Vertreter der übrigen Unterzeichner zu bezeichnen. Andernfalls können diese Einwendungen unberücksichtigt bleiben.

 

3. Rechtzeitig erhobene Einwendungen werden in einem Termin erörtert, der noch durch eine Amtliche Bekanntmachung bekannt gegeben wird. Diejenigen, die Einwendungen erhoben haben, bzw. bei gleichförmigen Eingaben der Vertreter, werden von dem Termin gesondert benachrichtigt. Sind mehr als 50 Benachrichtigungen vorzunehmen, so können sie durch eine Amtliche Bekanntmachung ersetzt werden. Die Vertretung durch einen Bevollmächtigten ist möglich. Die Bevollmächtigung ist durch eine schriftliche Vollmacht nachzuweisen, die zu den Akten der Anhörungsbehörde zu geben ist. Bei Ausbleiben eines Beteiligten in dem Erörterungstermin kann auch ohne ihn verhandelt werden. Der Erörterungstermin ist nicht öffentlich. Das Anhörungsverfahren ist mit Abschluss des Erörterungstermins beendet.

 

 

4. Durch Einsichtnahme in die Planunterlagen, Erhebung von Einwendungen, Teilnahme am Erörterungstermin oder Vertreterbestellung entstehende Kosten werden nicht erstattet.
5. Entschädigungsansprüche, soweit über sie nicht in der Planfeststellung dem Grunde nach zu entscheiden ist, werden nicht in dem Erörterungstermin, sondern in einem gesonderten Entschädigungsverfahren behandelt.

 

6. Über die Einwendungen wird nach Abschluss des Anhörungsverfahrens durch die Planfest-stellungsbehörde durch Planfeststellungsbeschluss entschieden. Der Planfeststellungs-beschluss wird den Beteiligten zugestellt. Sind mehr als 50 Zustellungen vorzunehmen, können sie durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden. Der Planfeststellungs-beschluss wird außerdem mit einer   Ausfertigung der festgestellten Planunterlagen nach vorheriger Amtlicher Bekanntmachung zur Einsicht ausgelegt.

 

7. Vom Beginn der Auslegung des Planes an tritt die Veränderungssperre nach § 28a Abs. 1 und 2 PBefG in Kraft. Darüber hinaus steht ab diesem Zeitpunkt dem Unternehmer ein Vorkaufsrecht an den vom Plan betroffenen Flächen zu (§ 28a Abs. 3 PBefG).

 

Bremen, den 07.09.2007

Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa

Am 28. Juni 2007 um 09:55

Antrag auf Planfeststellung

Unterzeichnung der Genehmigungsplanung für die Planfeststellung

 

Am 28.06.2007 wurde die Genehmigungsplanung für die Planfeststellung zur Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 nach Mahndorf durch die Bremer Straßenbahn AG und dem Betrieb gewerblicher Art als Vorhabenträger unterzeichnet und der Antrag auf Planfeststellung gem. § 28 Abs. 1 Personenbeförderungsgesetz (PBefG) in Verbindung mit der Genehmigung nach § 60 Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahn (BOStrab) gestellt.

 

Nach 1½ -jähriger intensiver Planungsphase konnte im Frühjahr 2007 der Entwurf der Straßen- und Straßenbahnanlagen sowie die darauf aufbauenden Fachgutachten für die Umweltauswirkungen abgeschlossen werden.

 

Die rd. 5,0 km lange Verlängerungsstrecke der Linie 1 von der Züricher Straße bis zum Bf Mahndorf wurde in drei Bauabschnitte

 

1. Bauabschnitt: Züricher Straße bis Tenever-Zentrum (Koblenzer Straße)

 

2. Bauabschnitt: Tenever-Zentrum bis Nusshorn (Ausbauende Hans-Bredow-Straße)

 

3. Bauabschnitt: Nusshorn bis Bf Mahndorf

in das Planfeststellungsverfahren gegeben.

 

Die ersten Schritte im Planfeststellungsverfahren werden voraussichtl. nach den Sommerferien mit der Veröffentlichung der Auslegung im September 2007 beginnen.

 

Die Planfeststellungsunterlagen können dann ca. 4 Wochen lang in den Ortsämtern Osterholz und Hemelingen, sowie auf dieser Internetseite in Augenschein genommen werden. Die Lagepläne zur Verlängerung der Linie 1 können bereits jetzt auf dieser Seite unter dem Titel: Die Planung besichtigt werden.

Am 27. Juni 2007 um 10:04

Die Linie 1 setzt ein Zeichen-40 Jahre Bremer Straßenbahnlinie 1

(Bremen) Auch in Bremen waren die 50-er und frühen 60-er Jahre von der Idee einer autogerechten Stadt geprägt. Vor allem bei der Erschließung der großen Neubaugebiete setzte man neben dem Auto vorrangig auf den Bus. Viele Straßenbahnstrecken verschwanden in jenen Jahren.

 

Bereits ab Mitte der 60-er Jahre setzte in Bremen ein allmähliches Umdenken zugunsten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ein, wenn auch zunächst alles andere als konsequent: Bei der anerkannt hohen Leistungsfähigkeit der Straßenbahn im Bereich der Beförderung großer Menschenmassen hatte der Gedanke an eine Modernisierung und Verlängerung des vorhandenen Gleisnetzes in die neuen, bevölkerungsreichen Wohngebiete natürlich nahe gelegen.

 

Vor allem die Neubaugebiete in der Neuen Vahr und später in Osterholz erforderten ab Mitte der 60-er Jahre eine leistungsfähige Verkehrsanbindung. Da die dort verkehrende Buslinie 23 den Anforderungen nicht mehr entsprach, wurde eine Straßenbahn geplant, die von der Kirchbachstraße aus über die Kurfürstenallee und die Kurt-Schumacher-Allee in die Neue Vahr und weiter nach Blockdiek und Osterholz führen sollte. Anfangs als Linie 9 geplant, erhielt die neue Verbindung dann die Nummer 1.

 

Zwischen der Kirchbachstraße und dem Arsterdamm ersetzte die neue Linie 1 die bisherige „4“. Am 18. Juni 1967 ging die neue Strecke zunächst bis nach Blockdiek ans Netz. Gleichzeitig übernahm der Betriebshof Neue Vahr die Straßenbahnen des alten Depots in Horn. Ein Jahr später, am 6. Oktober 1968, war auch die Verlängerung der Linie 1 bis nach Osterholz fertig, womit die Neubaugebiete nun eine schnelle Verbindung in die Innenstadt aufwiesen. Die Gesellschaft hatte für die Linie 1 eigens 30 Trieb- und 24 Beiwagen eines vierachsigen Gelenkfahrzeugtyps beschafft, der ab 1959 von der Hansa-Waggonbau GmbH in Bremen entwickelt worden war und in den 90-er Jahren durch die heutigen Niederflurzüge abgelöst worden waren. Der heutige Museumszug (Triebwagen 445 und Beiwagen 1458) gehört zur Serie, die 1966/67 für die Linie 1 beschafft wurden.

 

Die Verkehrspolitik jener Jahre war zunächst noch widersprüchlich: Mit der Eröffnung der Linie 1 im Sommer 1967 verschwand mit der damaligen Straßenbahnlinie 6 die Schienenverbindung in die Neustädter Gastfeldstraße und nach Findorff (heute Linien 26/27).

 

Eine kuriose Geschichte ereignete sich an der neuen Linie 1. In der Nähe der Kaserne Vahr befand sich das Gelände einer Gärtnerei, deren Besitzer sein Grundstück partout nicht verkaufen wollte. Erst 1972 kam es zu einer Einigung. Vorher musste die Straßenbahn das Gelände auf einer provisorischen Strecke umfahren.

 

Nach der Enteignung des Gärtners an der heutigen Julius-Brecht-Allee stellte sich letztlich heraus, dass ihm das Grundstück gar nicht gehört hatte.

 

Mehr Straßenbahn als Antwort auf Energiekrise

 

Die neue Straßenbahnverbindung wurde von den Bewohnern der Großsiedlungen im Bremer Osten von Anfang an als ein Gewinn empfunden. Konnten die während der Spitzenzeiten im dichten Takt verkehrenden Gelenkzüge doch mehr als doppelt so viele Fahrgäste befördern wie die Gelenkbusse der Linie 23, die bis zum letzten Tag von Berufstätigen überfüllt gewesen waren. Den neuen Verkehrsströmen entsprechend disponiert, vom Autoverkehr abgeschirmt und von leistungsfähigen Fahrzeugen in schneller Folge bedient, konnte die Linie 1 mitten in einer überschwappenden Motorisierungswelle ein positives Beispiel für einen zeitgemäßen Straßenbahnbetrieb geben. Als ein neues Rückgrat des Öffentlichen Personennahverkehrs in Bremen erfüllte diese Linie alle in sie gesetzten Erwartungen.

 

Konsequenterweise sollte in Obervieland die neue Großsiedlung Kattenturm gleich im Entstehen einen Schienenanschluss erhalten. Die Stadtbahnstrecke von Huckelriede nach Arsten-West konnte am 7. Oktober 1973 in Betrieb genommen werden. Gleichzeitig stellte die BSAG im gleichen Jahr die ersten neuen Straßenbahnzüge vor, die in Kassel bei Wegmann und Co gebaut worden waren, die so genannten „Stadtbahnwagen“. Es sind diejenigen Züge, die derzeit durch die neuen, bequemen Niederflur-Straßenbahnwagen abgelöst werden.

 

Energiekrise und autolose Sonntage hatten die Beförderungszahlen im November und Dezember 1973 um etwa fünf bis sieben Prozent in die Höhe schnellen lassen.

 

Eine Vergrößerung der Transportkapazität, die zuvor eine fühlbare Anhebung der Beförderungsqualität bedeutet hätte, reichte plötzlich gerade noch zur Deckung der vermehrten Nachfrage aus. Die auf einmal wieder einsetzende Hinwendung zum öffentlichen Verkehrsmittel verlangte nach einer schnellen marktkonformen Reaktion des Unternehmens. Gemeinsam mit der Stadt Bremen entwickelte die BSAG daher die so genannte Kleine Verkehrskonzeption. Am 7. Oktober 1974, mit Inkrafttreten des Winterfahrplans, konnte programmgemäß deren erste Stufe anlaufen, die während der Hauptverkehrszeiten im Omnibusbetrieb eine Erhöhung des Sitzplatzangebots um etwa 20 Prozent brachte. Die Zahl von 90 Millionen Fahrgästen wurde 1974 nur knapp verfehlt und 1975 bereits überschritten. Die Bremer Presse kommentierte anerkennend: „Man fährt wieder Straßenbahn!“

 

Die BSAG sah sich nur unter erheblichen Vorbehalten in der Lage, mit Inkrafttreten des Winterfahrplans 1975/76 die zweite Stufe der Kleinen Verkehrskonzeption anlaufen zu lassen, die für die Hauptverkehrszeiten eine zwanzigprozentige Steigerung des Sitzplatzangebots im Straßenbahnbereich vorsah. Denn um das gesteckte Ziel zu erreichen, musste die Straßenbahn unter anderem den Zugabstand auf der Linie 1 von sechs auf fünf Minuten verkürzen.

 

Die Streckenführung zwischen Arsten und Osterholz behielt die Linie 1 bis zum 24. Mai 1998 bei. Mit der Inbetriebnahme der Straßenbahnstrecke nach Horn-Lehe und der damit verbundenen Netzreform erhielt sie die neue Route zwischen Huchting, Am Brill, Hauptbahnhof und Osterholz, während die wiedereröffnete Linie 4 den Abschnitt nach Arsten übernahm, der im Dezember 1998 um zwei Haltestellen erweitert wurde.

 

Von Mittelshuchting bis nach Mahndorf: Eine gute Zukunft

 

Am 8. April 2005 beschloss die Bremische Bürgerschaft den weiteren Ausbau des Bremer Straßenbahnnetzes. Unter anderem soll die Linie 1 von beiden Endpunkten aus erweitert werden und künftig zwischen Mittelshuchting und Bahnhof Mahndorf verkehren.

 

Die Planungen sehen vor, dass die Straßenbahnlinie 1 schon 2010 von der heutigen Endstelle Osterholz/Züricher Straße über St.-Gotthard-Straße, Otto-Brenner-Allee und Hans-Bredow-Straße bis zum neuen Bahnhof Mahndorf verlängert wird. Durch die bequeme Anbindung insbesondere der Wohngebiete von Tenever, der Einkaufsmärkte und Freizeitzentren an der Hans-Bredow-Straße und des neuen Bahnhofs Mahndorf entstehen neue Direktverbindungen, das Netz wird durch die Kürzung stark benutzter und zum Teil parallel fahrender Buslinien wirtschaftlicher und durch die komfortablere und pünktlichere Fahrt sind viele zusätzliche Fahrgäste zu erwarten.

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